Ludwig-Uhland-Gymnasium - Kirchheim unter Teck
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Erst Asbest in der Festhalle, dann Umzug in die Sporthalle Stadtmitte – nicht unbedingt die Voraussetzung für große Konzertmagie. Und doch gelang genau das beim Sommerkonzert des Ludwig-Uhland-Gymnasiums. Oder, wie es Schulleiter Martin Roll treffend formulierte: „Ich bin um 19 Uhr in die Sporthalle gegangen und habe sie drei Stunden später als Konzertsaal verlassen.“

Über zwei Stunden Musik, mehr als 220 Mitwirkende, sämtliche Musikformationen der Schule auf einer Bühne: Was nach einem Mammutprogramm klingt, verging erstaunlich schnell. Kein Leerlauf, keine Ermüdungserscheinungen – stattdessen ein Abend voller Klangfarben, Tempo- und Stimmungswechsel.

Die drei Musiklehrkräfte Daniel Bucher, Sebastian Auer und David Schmid hatten ein Programm zusammengestellt, das mühelos zwischen sinfonischer Orchestermusik, Chorliteratur, Bigband-Grooves und Pop wechselte. Mal kraftvoll und mitreißend, mal filigran und nachdenklich, dann wieder mit einem Augenzwinkern. Drachen flogen musikalisch durch die Halle, nordische Klanglandschaften entstanden vor den Zuhörern, und an anderer Stelle durfte auch der Pop zeigen, warum gute Melodien Generationen überdauern.

Dabei wurde nicht nur musiziert: Die Chöre hatten sich kleine Choreografien überlegt, setzten Requisiten ein, überraschten mit humorvollen Ideen. Konzertschwarz blieb zwar der gemeinsame Nenner – doch hier und da tauchten plötzlich Tröten auf, wurden Hüte gezückt oder kleine Szenen eingestreut. Musik fürs Ohr und immer wieder auch fürs Auge.

Auffällig war vor allem die Spielfreude. Überall war zu spüren, dass hier junge Menschen gemeinsam etwas auf die Bühne bringen wollten. Für besondere Glanzlichter sorgten die Solistinnen und Solisten des Abends. Wann immer sie ins Rampenlicht traten, folgte prompt der verdiente Applaus des Publikums.

Ein schöner Moment gelang auch der Gesangsklasse 5. Für die jüngsten Sängerinnen und Sänger war es der erste Auftritt vor großem Publikum – entsprechend groß war die Spannung. Umso größer die Freude, als alles gelang und die Premiere mit herzlichem Beifall belohnt wurde.

Am zweiten Konzertabend wurde es schließlich noch einmal emotional. Neunzehn Abiturientinnen und Abiturienten, die den Musikensembles über Jahre hinweg die Treue gehalten hatten, wurden mit einer Rose verabschiedet. Ein stiller, wertschätzender Moment inmitten eines ansonsten sehr lebendigen Abends.

Zum Schluss gab es Blumen für die drei verantwortlichen Musiklehrkräfte – verbunden mit viel Dank und Anerkennung für die Arbeit, die hinter einem solchen Großprojekt steckt. Denn was an diesen beiden Abenden gelang, war weit mehr als ein Schulkonzert: Es war der beste Beweis dafür, dass eine Sporthalle manchmal eben doch ein Konzertsaal sein kann …

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