Ein kleiner Schlusspunkt vor den Ferien, ein Innehalten, ein gemeinsamer Atemzug zum Jahresende:
Am letzten Schultag des Kalenderjahres 2025 stellte sich für viele eigentlich nur eine Frage: liegen bleiben oder aufstehen? Überraschend viele entschieden sich fürs Aufstehen – und für Gemeinschaft. Bereits vor 8 Uhr füllte sich die Neuapostolische Kirche gegenüber der Schule, hell erleuchtet, festlich geschmückt und voll erwartungsvollem Stimmengewirr.
Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern und sogar einige Ehemalige waren gekommen. Man hatte Zeit, konnte ohne Druck Atem schöpfen, Schulgemeinschaft erleben und sehen, wie aus vielen Einzelbeiträgen ein schönes Ganzes wurde.
„Jesus stellt die Welt auf den Kopf“ – so lautete das Motto des Gottesdienstes. Inhaltlich ging es um große Themen, die erstaunlich aktuell wirkten: ungerechte Herrscher, falsch ausgeübte Macht, zerstörerische Machtkämpfe. Dem gegenüber stand die Figur Jesu, der nicht herrscht, sondern dient; der nicht zurückschlägt, sondern zuhört; der die Welt – zumindest im Kleinen – auf den Kopf stellt.
Und genau dort wurde es konkret. Denn aus den biblischen Bildern wurden alltagstaugliche Gedanken: zuhören statt übertönen, teilen statt festhalten, freundlich sein statt Recht behalten wollen. Kleine Umkehrungen, die besonders über die Feiertage im persönlichen Umfeld Wirkung zeigen können.
Ein Blechbläser-Ensemble, die Gesangsklassen, ein Streichquartett, ein Lehrkräftechor, viele Schülerinnen und Schüler mit Wortbeiträgen – sie alle gestalteten den Gottesdienst mit. Die sorgfältige Arbeit der Religions- und Musiklehrkräfte war dabei ebenso hör- wie spürbar.
Eine besonders schöne Geste war das Friedenslicht aus Bethlehem. In einer Feuerschale im vorderen Bereich der Kirche aufgestellt, wurde es nach dem Gottesdienst hinüber in die Schule getragen.
Wer eine Kerze oder eine Laterne dabeihatte, konnte das Licht nach dem regulären Unterricht mit nach Hause nehmen – als leises Zeichen dafür, dass Frieden nicht dort endet, wo ein Gottesdienst aufhört – und als Einladung, mitzuhelfen, die Welt wenigstens ein kleines Stück wieder richtig herum zu drehen.
























