Vergangene Woche war am Ludwig-Uhland-Gymnasium die Wanderausstellung „Holocaust gezeichnet – Erinnerungen aus dunkler Vergangenheit“ mit eindrucksvollen Zeichnungen von Ella Liebermann-Shieber zu sehen.
Schon zur feierlichen Eröffnung, an der auch Kirchheims Oberbürgermeister Pascal Bader teilnahm, lag eine spürbare Stille in der Luft – eine Stille, die sich in den folgenden Tagen durch alle Besuchergruppen zog.
Die Ausstellung begann jeweils mit einer gemeinsamen Einführung und einer kurzen Führung im Plenum. Im Anschluss konnten sich die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe von QR-Codes und Tablets den einzelnen Bildern individuell nähern. Dieses stille, konzentrierte Betrachten – allein oder im leisen Austausch mit anderen – hinterließ bei vielen einen bleibenden Eindruck.
Ella Liebermann-Shiebers Zeichnungen, unmittelbar nach der Befreiung entstanden, zeigen Szenen aus Auschwitz: den Alltag und das Leiden – aus der Sicht einer Überlebenden.
Die Bilder sind reduziert, doch ihre Wirkung ist umso stärker. Was gesagt werden könnte, bleibt unausgesprochen. Was zu sehen ist, spricht für sich.
Viele Schulklassen nahmen das Angebot wahr – und verließen die Ausstellung mit nachdenklichen Gesichtern. Es war eindrucksvoll, bedrückend, leise. Eine Begegnung mit Geschichte, die sich nicht mit Worten erklären lässt, sondern in der Stille wirkt.
Am 27.01.1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Heute, 80 Jahre nach dem Ende des Holocaust, ist es immer noch wichtig, die Erinnerung an dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichte wach zu halten.
Ella Liebermann-Shieber, eine 1923 in Berlin geborene Jüdin, überlebte die Haft im KZ Auschwitz-Birkenau. Sie fertigte zahlreiche Zeichnungen an, die den Alltag im Konzentrationslager darstellen. Aus einem Teil dieser Zeichnungen, Audioaufnahmen, Fotos und Videoclips entstand die interaktive Wanderausstellung „Holocaust gezeichnet“.
















